Schummler Guttenberg soll...
Antwort 1:
zurücktreten
42%
Antwort 2:
die Arbeit neu schreiben
11%
Antwort 3:
seinen Doktortitel verlieren
18%
Antwort 4:
auf die Gorch Fock versetzt werden
28%
24460 Stimmen
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Dem Minister wird vorgeworfen, an mehreren Stellen seiner 475 Seiten starken Doktorarbeit "Verfassung und Verfassungsvertrag" fremde Textpassagen ohne Quellenangabe verwendet zu haben. Der Präsident geht davon aus, dass Guttenberg eine ehrenwörtliche Erklärung abgegeben hat, die Arbeit selbstständig verfasst und alle Quellen offengelegt zu haben.
Zu möglichen Konsequenzen wollte sich Bormann nicht äußern. Dies sei Aufgabe der vierköpfigen Kommission zur Selbstkontrolle der Wissenschaft an der Universität. Diese werde aber erst den Eingang der Stellungnahme des Ministers abwarten und dann die Vorwürfe nach strengen Maßstäben prüfen. Bormann versicherte: "Wir werden sehr professionell mit der Sache umgehen und lassen uns nicht unter Zeitdruck setzen."
Das heißt, dass die Affäre für Guttenberg noch lange nicht ausgestanden ist. Der Verteidigungsminister hatte am Mittwoch die Vorwürfe als abstrus bezeichnet. Fehler beim Zitieren schloss er aber nicht aus. Die möglichen Konsequenzen reichen von der Aufforderung, die Doktorarbeit nachzubessern, bis hin zur Aberkennung des Doktortitels.
Bisher sind alle Affären an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) abgeperlt. Doch die Plagiatsvorwürfe bedrohen seinen Nimbus. "Die wichtigste Politikereigenschaft ist das Vertrauen. Wer das verspielt, hat ein Problem", sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, Klaus-Peter Schöppner, der Nachrichtenagentur Reuters. Guttenberg sei populär, weil er als authentisch, offen und vertrauenswürdig wahrgenommen werde.