Die Zahlen sind beeindruckend: 617.000 Arbeitslose weniger als 2006, über 1,6 Millionen weniger als im Schockmonat Januar 2005, als die Zahl erstmals über fünf Millionen stieg. Die größte Sozialreform der Bundesrepublik ist kein Aufreger mehr. Bis Donnerstag.
Denn die Ruhe trügt. In den Behörden brodelt es. Nicht wieder, immer noch. Donnerstag wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheiden, ob das System erneut umgebaut werden muss.
Ob Arbeitslose, die mühsam haben lernen müssen, was Agentur, was Sozialagentur, was Arbeitsgemeinschaft ist, umdenken müssen. Ob ein verwaltungs- und finanztechnischer Streit, der seit drei Jahren die gesamte Arbeitsmarktverwaltung bremst, ein Ende findet.