Standort Deutschland
Standort Deutschland: Weiße Riesen - die besten 20 Motive
2006 und 2007 brummte die Wirtschaft. Die Steuerschätzer kamen mit dem Zählen nicht mehr nach, Wachstumszahlen mussten erstmals nach oben korrigiert werden und Arbeitslosenzahlen nach unten. Je besser die Konjunktur lief, desto schlimmer lief es für die einstigen Helden. Niemand wollte mehr etwas hören von Abstieg, Umbau oder Untergängen.
Bis die Lage endlich wieder schlechter wurde. Die Finanzkrise, steigende Lebensmittel- und Benzinpreise und erste Szenarien über einen Konjunkturabschwung haben den Untergangspropheten, Sozialaposteln und Krisenpredigern einen zarten Aufschwung beschert. Die Nervensägen sind wieder da.
Für Bernd Raffelhüschen ging es bereits im März los, als die Regierung an der Rentenformel herumfummelte. Kaum waren die schlechten Pläne publik, war Raffelhüschen auf allen Kanälen: Ohne Riester-Faktor "kommen auf die Rentenkasse bis 2030 Mehrkosten von insgesamt 115 Mrd. zu!", warnte er.
Experten wie der Freiburger Professor haben mit ihren Thesen und Zahlen nicht unbedingt unrecht. Es ist nur die Lust am Untergang, die stört: Sie leben von der Krise.