Doch dann ist der Außenminister, Vizekanzler und FDP-Vorsitzende endlich in der deutschen Innenpolitik angekommen. Er hebt beide Arme auf Augenhöhe, streckt die Zeigefinger und führt sie aufeinander zu, wie beim Idiotentest. Die Zeigefinger gehen aneinander vorbei. Er grinst. "The published opinion is not always the public opinion. That's English." Da springen die knapp 400 Delegierten der nordrhein-westfälischen FDP mit einem Mal von ihren Stühlen und jubeln und grölen. Darauf haben sie gewartet, das ist ihr Guido, der vergisst nichts, der verzeiht nichts.
Auch diese Episode nicht. Einen Tag nach seinem triumphalen Wahlsieg im vergangenen September hatte ein BBC-Journalist den mutmaßlich neuen Außenminister auf einer Pressekonferenz in Berlin mehrfach gebeten, eine Frage auf Englisch zu beantworten. Westerwelle sperrte sich, zunächst höflich, dann immer harscher. Schließlich beschied er den Frager mit der Belehrung: "Wir sind hier in Deutschland", und in Deutschland spreche man eben deutsch. Kein guter Start für den neuen Außenminister, er wirkte dünnhäutig, schneidend, unsouverän.
Nun also die Revanche für den Hohn und Spott, den er damals über sich ergehen lassen musste. Doch die zwei Englischsätze sind mehr - sie sind eine bitterernste Botschaft an seine Gegner, eine Drohung: Ich vergesse nichts, ich gehe nichts und niemandem aus dem Weg. Ihr wollt eine Schlammschlacht? Ihr könnt eine Schlammschlacht haben.