Es gibt viel zu tun: Der Chef des Kasseler Gebäudemanagements, Joachim Neukäter, vor der Albert-Schweitzer-Schule
Am Dienstag haben Bundesregierung und Koalitionsfraktionen in Berlin den großen Geldsegen auf den Weg gebracht. 50 Mrd. Euro Gesamtpaket, 17 Mrd. Euro davon für Investitionen in die Infrastruktur. Im ganzen Land wird so viel zusätzliches Geld verteilt wie nie zuvor, und es gibt nur eine Bedingung: Es muss so schnell wie möglich raus.
Noch bevor der erste Euro geflossen ist, weckt das Investitionspaket Hoffnungen, Fantasien und Befürchtungen. Zum Beispiel in Kassel, einer mittelgroßen Stadt mitten in Deutschland, Empfängerin von insgesamt 120 Mio. Euro. Hier hoffen Schulen auf ein Ende der Not und Handwerksbetriebe auf ein gutes Geschäft, an der Uni freuen sich Forscher auf neue Gebäude, und im Rathaus spüren Politiker, dass mit den Millionen auch der Druck wächst.
Wie viel Geld genau fließen wird, weiß der Oberbürgermeister noch nicht. Aber das hindert Bertram Hilgen - graue Haare, Dreiteiler, Sozialdemokrat - nicht daran, schon mal loszulegen. Montagabend hat er den Haushalt für 2009 im Stadtrat vorsorglich um 70 Mio. Euro erhöhen lassen, 50 Mio. Euro aus dem Programm des Landes Hessen und geschätzte 20 Mio. Euro vom Bund. Er will schneller sein als die anderen Kommunen, vielleicht fällt dann ja für Kassel noch zusätzlich etwas ab.