Die Trojaner-T-Shirts wurden über eine fiktive Person unter dem Vorwand einer anonymen Spende an den Konzertveranstalter, die NPD Thüringen, geschickt. "Der Name Michael dürfte bei der NPD Thüringen jetzt auf jeden Fall eine Reaktion hervorrufen", sagt ein Exit-Mitarbeiter FTD.de, der nur den Namen des Strohmanns aber nicht seinen eigenen preisgeben möchte.
Einen Tag nach dem Festival, zu dem rund 600 Rechtsextreme gekommen waren, hatten die Ersten offenbar bereits eine Maschine Wäsche angestellt und die versteckte Botschaft entdeckt. Über einen SMS-Verteiler warnten sie andere Beschenkte: "Achtung Fälschung! Gestern wurden auf dem RdF T-Shirts verschenkt, die unter dem Aufdruck Hardcore Rebellen eine Botschaft von Exit, dem staatlichen Aussteigerprogramm haben. Die Botschaft wird erst nach dem Waschen sichtbar. Exit hat hier mehrere tausend Euro Steuergelder verschwendet."
Die Initiative Exit, die 2000 von Bernd Wagner und Ex-Nazi Ingo Hasselbach gegründet wurde, kommentiert die SMS auf ihrer Website: Man sei kein staatliches Aussteigerprogramm und für die Aktion seien keine Steuergelder verwendet worden. Wie genau die Trojaner-Shirts hergestellt wurden, dazu will der Exit-Mitarbeiter nichts sagen: "Der Vorschlag zu der Aktion kam von uns, aber wir haben hier natürlich keine T-Shirt-Manufaktur - der Hersteller der Shirts möchte unerkannt bleiben." Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll es sich um einen Hamburger Marketingexperten handeln.