Mappus sagte, er rechne fest mit dem Bauprojekt, bei dem der Stuttgarter Hauptbahnhof für 4,1 Mrd. Euro in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll. "Wir haben gute Argumente und Fakten für das Projekt", sagte er. Zunächst aber gelte es, ein Klima der Besonnenheit und Dialogbereitschaft herzustellen. Dafür sei der als Schlichter eingesetzte ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler die richtige Persönlichkeit. "Heiner Geißler ist ein kluger Mann und sehr erfahrener Streitschlichter. Lassen wir ihn doch einfach in Ruhe seine Arbeit machen", sagte Mappus.
Der Ministerpräsident hatte am Donnerstag Geißlers Ankündigung widersprochen, es werde während der Schlichtungsgespräche einen Baustopp geben. Zwischen den beiden Politikern hatte es anscheinend Missverständnisse über die Definition des Baustopps gegeben. "Wenn von Baustopp geredet wird, dann muss man genau sagen, welchen Baustopp man meint. Und das habe ich immer getan. Bei mir geht es ausschließlich darum, dass während der Schlichtung Friedenspflicht eingehalten wird. Die Friedenspflicht bedeutet, dass in dieser Zeit die Bauarbeiten nicht fortgeführt werden. Nicht mehr und nicht weniger", sagte Geißler.
Mappus definierte Baustopp anders. Es gebe einen bestimmten Bereich, bei dem die Arbeiten weitergeführt werden dürfen - beim Grundwassermanagement für den Tiefbahnhof, sagte der Ministerpräsident.