Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung versuche, den Zahnärzten auf Kosten der Versicherten Mehreinnahmen von rund 1,1 Mrd. Euro zu sichern, hieß es am Dienstag beim AOK-Bundesverband in Bonn. Außerdem warf der Verband privaten Versicherern vor, Patienten zu verunsichern. Durch Werbung erweckten sie den Eindruck, Zahnersatz ließe sich von 2005 an nur noch privat versichern. Das sei falsch.
Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung wollen die Zahnärzte den Kassenpatienten ab dem kommenden Jahr einen weitaus höheren Eigenanteil bei Behandlungen abverlangen. So solle es beispielsweise für den Ersatz eines fehlenden Schneidezahns demnächst von der Krankenkasse nur noch einen Festzuschuss von 300 Euro geben. Der Patient habe bei Gesamtkosten von 1300 Euro für eine herausnehmbare Prothese die Differenz von 1000 Euro selbst zu zahlen, berichtet die Zeitung. Darüber hinaus sei vorgesehen, dass Patienten nicht mehr automatisch die bestmögliche Behandlung erhalten sollen, heißt es in dem Bericht.