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Merken   Drucken   24.11.2008, 10:38 Schriftgröße: AAA

Arbeitsmarkt: Politik uneins über Ausmaß von Jobabbau  

Die Wirtschaft schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt: Kanzlerin Merkel glaubt, mit einem Konjunkturpaket den Jobabbau bremsen zu können. SPD-Chef Müntefering ist da weniger optimistisch. von Maike Rademaker (Berlin)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass mit dem Konjunkturpaket der Abbau von Arbeitsplätzen infolge der Krise gebremst werden kann. Es gehe darum, "Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten", sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Die Bundesregierung habe dafür das richtige Maßnahmenpaket ergriffen.
Unterstützung erhielt sie vom Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise. Im schlimmsten Fall sei im Jahresdurchschnitt 2009 mit rund 130.000 Arbeitslosen mehr zu rechnen, sagte Weise der "Bild".
Die täglichen Meldungen über Auftragseinbrüche und Jobabbau drohen den letzten Rest an Vertrauen und Konsumfreudigkeit in Deutschland zu vertreiben. Eine neue Panik kann die Kanzlerin mit Blick auf das Superwahljahr 2009 aber nicht brauchen. Die durchschnittliche Jahreszahl der Arbeitslosenzahl sagt allerdings wenig darüber aus, wie viele Menschen Ende 2009 tatsächlich arbeitslos sein werden.
So rechnet zwar das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), auf das Weise sich bezieht, bei einer um 0,5 Prozent schrumpfenden Wirtschaft mit nur rund 3,4 Millionen Arbeitslosen im Durchschnitt. Der Jahresdurchschnitt für 2008 wird auf 3,26 Millionen geschätzt. Aber die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl dürfte im Dezember 2009 kräftig darüber liegen - nämlich bei rund 3,6 Millionen. Und das IAB ist in seinen Wachstumsannahmen im Vergleich zu vielen Wirtschaftswissenschaftlern noch vorsichtig.

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