Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen
MilliardenförderungVon der Leyen stutzt damit eines der bekanntesten Arbeitsmarktinstrumente zusammen. Ein-Euro-Jobs wie Parkpflege, Hausmeisterhilfe in Schulen oder Hilfe in Altenheimen waren lange das beliebteste Einsatzgebiet für Langzeitarbeitslose. In Spitzenzeiten hatten über 300.000 Arbeitslose solche Jobs, 2010 gab die Bundesagentur für Arbeit 1,7 Mrd. Euro dafür aus.
Sowohl der Bundesrechnungshof als auch Handwerksverbände hatten jedoch immer wieder kritisiert, die Ein-Euro-Jobber verdrängten reguläre Jobs. Dies will von der Leyen nun offensichtlich verhindern.
Beim Ein-Euro-Job erhalten Langzeitarbeitslose einen Stundenlohn zwischen 1 und 1,50 Euro, den sie zusätzlich zu ihren Hartz-IV-Bezügen behalten können. Der Träger, der sie beschäftigt, bekommt gleichzeitig für die sozialpädagogische Betreuung eine Pauschale von maximal 500 Euro pro Monat und Arbeitslosen. Diese Pauschale will Ministerin von der Leyen jetzt auf 150 Euro kürzen.
Zudem soll künftig vorgeschrieben sein, dass die Jobs "wettbewerbsneutral" ausgestaltet sind - also kein Privatunternehmen durch die staatlich bezuschusste Beschäftigung Nachteile erleidet. Kritiker bemängeln, dass sich nach diesem schwammig formulierten Kriterium kaum noch eine Tätigkeit für die Förderung qualifiziert.