Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will sich von ihrem für Pannen anfälligen Computerprogramm für die Berechnung des Arbeitslosengelds II trennen. Eine neue Software käme allerdings erst in einigen Jahren zum Einsatz.
"Die Software A2LL ist nicht so anpassungsfähig und flexibel programmierbar, wie wir es brauchen", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. "Bisher gibt es nur erste Überlegungen für eine neue Software. Sie könnte deshalb frühestens in fünf Jahren eingesetzt werden." Nach Angaben aus der BA erwägt die Behörde die Entwicklung einer eigenen Software unter dem Namen "Allegro".
Mit dem Programm werden die Daten der etwa sieben Millionen Hartz-IV-Empfänger erfasst und die Leistungen ausgezahlt. Das von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelte Computerprogramm A2LL hatte sich von Beginn an als problematisch erwiesen. Die Job-Center und die mit der BA zusammenarbeitenden Kommunen hatten sich immer wieder beschwert, dass es fehleranfällig und nur schwierig etwa an Gesetzesänderungen anzupassen sei. Zuletzt war das System nach Angaben aus der BA im vorigen November nach der Installation einer fehlerbehafteten Programmaktualisierung für mehrere Tage praktisch nicht nutzbar.
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