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Merken   Drucken   25.11.2005, 10:49 Schriftgröße: AAA

Bahnindustrie ist von Nahverkehrsplänen des Bundes "schockiert"  

Die deutsche Bahnindustrie befürchtet einen Verlust von Arbeitsplätzen, wenn der Bund die Zuschüsse für den Nahverkehr kürzt. Auswirkungen könnten die Sparpläne auch auf den beabsichtigten Börsengang der Deutschen Bahn haben.
Für die Bahn steht viel auf dem Spiel: Der Nahverkehr arbeitet als ...   Für die Bahn steht viel auf dem Spiel: Der Nahverkehr arbeitet als eine der wenigen Unternehmenssparten profitabel
Für die Deutsche Bahn ist mit der Zukunft der Bundeszuschüsse für den Nahverkehr auch der Zeitpunkt des geplanten Börsengangs verbunden. "Wenn die Bahn zusammen mit dem Schienenetz privatisiert würde, könnte dies schon 2007 funktionieren", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag mit dem Gutachten vertraute Kreise. Voraussetzung sei allerdings eine langfristige Vereinbarung über die staatliche Finanzierung der rund 35.000 Kilometer Schienenwege. Zudem müsse es Klarheit über die derzeit diskutierten Zuschüsse des Bundes für den Nahverkehr geben. Der Nahverkehr ist der profitabelste Zweig der Bahn.
Erheblich skeptischer ist dagegen die Bahnindustrie. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland, Michael Clausecker, sagte der "Berliner Zeitung": "Wenn die Kürzungen Realität werden, wissen wir nicht, ob und wann überhaupt noch Nahverkehrszüge bestellt werden. Das ist eine dramatische Entwicklung für unsere Branche. Die Fahrzeughersteller leben neben Auslandsaufträgen vor allem vom Nahverkehr." Clausecker schloss nicht aus, dass dann weiterer Personalabbau die Folge sein könnte. In der großen Koalition wird erörtert, bis 2009 mehr als 3 Mrd. Euro Zuschüsse an die Länder für den Nahverkehr zu streichen.
Die große Koalition erwägt, die Bundeszuschüsse für den Nahverkehr der Länder zu kürzen. Die Pläne stießen parteiübergreifend auf Widerstand.
Platzeck versucht, die Gemüter zu beruhigen

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