Im Visier des Verfassungsschutzes: Gesine Lötzsch und Gregor Gysi
Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Verfassungsschutz 27 der 76 Bundestagsabgeordneten der Linken beobachtet, darunter Lötzsch, Gysi und Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau. Das Bundesinnenministerium bestätigte zwar die Zahl, wollte aber keine Namen nennen.
"Klares Wort" von Merkel erwartet
Lötzsch sagte außerdem, dass sich Linke-Fraktionschef Gregor Gysi an Kanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) wenden werde. Von Merkel erwartet Lötzsch "ein klares Wort", damit die Bespitzelung der Linken "endlich eingestellt wird". "Ich persönlich halte das für einen Angriff auf das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung", sagte Lötzsch.
Nachdem bereits Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) die flächendeckende Beobachtung von Linke-Abgeordneten kritisiert hatte, gehe sie davon aus, dass es auch in den Reihen der CDU "aufrechte Demokraten gibt, die nicht akzeptieren können, dass Kollegen vom Verfassungsschutz beobachtet werden".