2007: Brandanschlag auf das Auto von "Bild"-Chefredakteur Diekmann
Eine Konzentration auf Oberklassewagen sieht die Hamburger Polizei nicht. "Das waren überwiegend Klein- oder Mittelklassewagen oder sogar alte Fahrzeuge", sagte der Sprecher. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der Anschlag auf das Fahrzeug von "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, eine Mercedes-R-Klasse. Kurz nach der Tat, die allerdings schon mehr als zwei Jahre zurück liegt, tauchte ein Bekennerschreiben der linksextremen "Militanten Kampagne" auf.
Anders als in Berlin gab es auch in Hamburg nur wenige Brandanschläge gegen Firmenwagen. So gingen nach Polizeiangaben vereinzelt Fahrzeuge von Telekom, Vattenfall oder DHL in Flammen auf. Das Bekennerschreiben des DHL-Anschlags sei nach Polizeiangaben unterzeichnet gewesen mit "Deutscher Heeres-Logistik das Handwerk legen". Das weise auf die linke Szene hin.
Eine Ähnlichkeit zur linken Gewalt in Berlin gebe es jedoch: In Hamburg häuften sich die Taten in zeitlicher Nähe zu Veranstaltungen wie dem G8-Gipfel oder im Umfeld des Schanzenfests. Oder eben, wenn es in der Hauptstadt zu Krawall komme. "Danach haben wir wieder zu kämpfen, um den Brand der Nachahmer zu löschen", sagte der Polizeisprecher. "Doch seit anderthalb, zwei Wochen ist es jetzt ruhig in Hamburg."