Der Rechnungshof kritisiert die geplante Beschaffung der europäischen "Meteor"-Waffen. Die Rechnungsprüfer des Bundes haben die Regierung aufgefordert, einen Milliardenauftrag für neue Luft-Luft-Raketen an die US-Firma Raytheon zu vergeben. von Margaret Heckel, Berlin
In einem vertraulichen Bericht warnt der Bundesrechnungshof, dass der geplante Kauf der europäischen Rakete "Meteor" die Gefahr einer noch unbezifferbaren Kostenexplosion trage. Der Bund soll für Entwicklung und Produktion von 1488 "Meteor"-Raketen in den nächsten Jahren 1,7 Mrd. Euro zahlen.
Nach dem Gerangel um den Kauf von 73 Airbus-Militärtransportern des Typs A400M droht der Regierung damit erneut Streit um die Finanzierung eines großen Rüstungsprojekts. Wie schon beim Airbus üben die fünf europäischen Partnerstaaten auch bei "Meteor" Druck auf die Bundesregierung aus, einen Vorvertrag für das Projekt schnellstmöglich zu unterschreiben. Allerdings berichten die Haushaltsexperten im Bundestag, dass das Verteidigungsministerium die hierfür erforderliche "Beschaffungsvorlage" dem Parlament vor der Sommerpause wohl nicht mehr vorgelegen werde.
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