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Merken   Drucken   01.09.2008, 17:51 Schriftgröße: AAA

Bundesratsinitiative: Bayern geht gegen Killerspiele vor  

Das Bundesland beharrt weiter auf einer Verschärfung des Jugendschutzgesetzes, um sogenannte "Killerspiele" in Deutschland zurückzudrängen. Der bayerische Innenminister Herrmann vergleicht derartige Spiele mit Kinderpornografie und hat ein besonders beliebtes Spiel im Visier. von Julian Heißler (Berlin)
"Die zum 1 Juli in Kraft getretene Änderung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen aber weitere folgen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Berlin. Die jüngste Gesetzesänderung erleichtert es, gewaltverherrlichende Medien zu indizieren. Sie dürfen dann weder beworben, noch frei verkauft werden.
Herrmann erneuerte die Forderung der Bayerischen Landesregierung, das Herstellen und den Vertrieb solcher Spiele unter Strafe zu stellen. Diese hatte der Freistaat in den Bundesrat eingebracht, nachdem im November 2006 ein 18jähriger in der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten um sich geschossen und fünf Menschen verletzt hatte. Die Diskussion dauert allerdings schon länger an. Schon im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD von 2005 ist ein Verbot von "Killerspielen" vorgesehen.

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