Die Temperaturen haben am frühen Donnerstagabend kräftig im Plus geschlossen. Eigentlich ein positiver Trend - doch Experten warnen vor einer Überhitzung. "Das ist eine Blase, die bald schon platzen wird", sagen Branchenkenner wie Kollege Schnabel. Die Fundamentaldaten sprächen eindeutig für einen langfristigen Abwärtstrend.
Anfang der Woche hatte es erste Anzeichen gegeben, dass das Licht hierzulande auf eine tiefe Krise zusteuert. Erst die Horrormeldungen über die deutsche Solarbranche, die unter der Billigkonkurrenz aus dem Ausland leidet - unter anderem aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dann die ersten Kollegen, die nach dem Urlaub nach und nach ihre Bräune verlieren. Hinzu kam in Hamburg ein Unwetter am Montag. Es verfinsterte den Himmel gegen 18 Uhr so, dass Kollege Schnabel sagte: "Die Tage werden kürzer, die Aussichten sind düster."
Dann folgte ein Aufwärtstrend. Teilweise sprangen die Temperaturen am Donnerstag über die wichtige Marke von 35 Grad, konnten sich dort aber weitgehend nicht bis in die Nacht behaupten. Dennoch eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Und auch langfristig ein Hoch: Der diesjährige August sei zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel, so Meteorologen.
"Wer nicht merkt, dass es sich hierbei um eine Überhitzung handelt, dem ist nicht zu helfen", so Schnabel. Eine Chartanalyse zeige, dass die Blase bald platzen müsse. "Dann kommt es zu unvorhersehbaren Turbulenzen". Er rät allen Rumliegern auszusteigen: "Draußen ist es schöner als drinnen. Nehmen Sie die Gewinne des Sommers mit, solange es noch geht."
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