Ich hatte ja gehofft, endlich wieder arbeiten zu können (das Gegenteil zu hoffen bin ich übrigens auch in der Lage). Mindestens drei Wochen haben fremde Menschen im Innenhof vor meinem Fenster gebaut. Ein großes Loch haben sie ausgehoben, angeblich wegen einer defekten Drainage. Ein Dutzend Kollegen, die um diesen Innenhof sitzen, haben wie ich den ganzen Tag gebannt auf das Loch gestarrt und unter dem Lärm gezuckt, als würde dort ein Massengrab ausgehoben.
Seitdem nennen wir das neue Gebilde - über dem ein Hofarchitekt bestimmt einige Nächte gebrütet hat - "Pharaonenplatte". Und bevor ich dort einbetoniert werde, wollte ich ein paar Dinge loswerden: So summa summarum war der Sommer jetzt doch nicht sooo schlimm. Es war im Juli teilweise ziemlich kalt, dafür war es jetzt ganz schön heiß.
Ich habe eine Lösung für Griechenland und den HSV: Beide sollen sich mal zusammenreißen.
Frage: Welches Unternehmen würden Sie auf eine Insel mitnehmen, um dort eine neue Volkswirtschaft zu gründen - Twitter oder Porsche? Eben.
Wie klingt das: "Bundesfinanzminister Jürgen Trittin hat in der Euro-Krise Außenministerin Claudia Roth widersprochen." Welcome, Wahl 2013!
Apropos 2013. Mein Jahr ist tatsächlich so gut wie gelaufen, auch nach Ende der Bauarbeiten. Auf dem Gang vor meinem Büro riecht es schon nach Weihnachtsbäckerei. Die verlagsinterne Versuchsküche probiert wohl neue Rezepte aus! Ich würde jetzt gern "lecker" schreiben, aber ich wurde dazu erzogen, das Wort nicht zu benutzen. Jedenfalls bin ich ganz durcheinander, erst der Donner, jetzt der Duft. Ich zünde heute noch die ersten D-Böller!
PS: Falls Sie 2012 auch nicht mehr arbeiten können: Schreiben Sie mir - ich habe jetzt ja Zeit.