08:49 Wirtschaftsministerin Elena Salgado meint, dass die spanischen Banken stark genug sind, um die vom Euro-Krisengipfel beschlossene Rekapitalisierung alleine meistern zu können. Staatliche Hilfen seien dazu nicht erforderlich, sagte Salgado in Madrid.
08:25 Damien Boey, Aktienstratege bei der Credit Suisse, sieht die Hebelung des Rettungsfonds kritisch. "Die Schlagzeilen sehen ganz gut aus, aber der Teufel steckt im Detail", sagte er der der Nachrichtenagentur Reuters. "Das Problem ist, dass wir nicht genau wissen, wie sie den Rettungsfonds von derzeit 440 Mrd. Euro auf 1000 Mrd. Euro hebeln wollen." Außerdem sei nicht wirklich sicher, dass die Aufstockung reichen werde, sagte Boey weiter. "Wenn man 1000 Mrd. Euro und die EZB an Bord hätte, wäre das genug. Aber bislang gibt es keine Erklärung, dass die EZB mit dabei ist. Sollte die EZB nicht bereit sein, mit ihrem Geld den Rettungsfonds aufzupeppen, dann haben wir ein Problem."
08:14 Die asiatischen Aktienmärkte haben positiv auf die Ergebnisse des Brüsseler Gipfels reagiert. In Tokio schloss der Nikkei -Index gut zwei Prozent höher bei 8927 Punkten. Das ist ein Plus von fast 180 Punkten zum Vortag. Der chinesische Hang Seng gewann 2,2 Prozent oder fast 400 Punkte. In Australien stieg der All-Ordinaries-Index um gut 100 Punkte oder 2,5 Prozent auf 4348 Punkte.
08:02 SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich zufrieden mit den Beschlüssen und sprach von einem guten Ergebnis. Allerdings warf er Bundeskanzlerin Merkel erneut vor, eine 180-Grad-Wende vollzogen zu haben. Die Kanzlerin habe zu spät auf die Krise reagiert und damit die Risiken für den Steuerzahler erhöht, kritisierte Gabriel im Deutschlandfunk. Wichtig sei jetzt, dass die Bundesregierung weitere Schritte unternehme - allen voran die Einführung einer Steuer auf Börsengeschäfte. Mit den Einnahmen daraus könnte dann auch ein dringend benötigter Wiederaufbauplan für Griechenland und andere verschuldete Länder in Südeuropa finanziert werden.
07:47 Uhr Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle hat sich zufrieden über die Ergebnisse des EU-Gipfels gezeigt. "Es ist ein guter Schritt nach vorn", sagte Brüderle im ARD-"Morgenmagazin". Der Gipfel in zwei Teilen und die Beteiligung des deutschen Parlaments - die Demokratisierung des Prozesses in Deutschland - seien eine gute Botschaft gewesen. Zudem sei im Ergebnis das erreicht worden, was man brauche: Eine Umschuldung Griechenlands, damit das Land "tragfähig wird und aus der Misere rauskommen kann", sagte Brüderle.
07:43 Uhr Die Beschlüsse des Sondergipfels haben dem Euro am Donnerstag Auftrieb verliehen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgan nach Daten den Dienstleisters Bloomberg knapp unterhalb der runden Marken von 1,40 Dollar gehandelt. Die Einigung auf dem Gipfel in Brüssel dürfte auch die Aktienmärkte stärken: Terminkontrakte auf den US-Leitindex Dow Jones standen mit mehr als 150 Punkten im Plus. Futures auf den FTSE 100 ließen auch auf einen starken Marktstart in London schließen.
06:17 Uhr Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat den Schuldenschnitt für sein Land als nachhaltig gewürdigt. Nun könne Griechenland seine aus der Vergangenheit herrührenden Probleme ein für allemal lösen, sagte Papandreou. Er hoffe auf gute Zukunft für Griechenland und Europa. Von 2012 an werde sein Land kein neues Defizit mehr vorlegen. Allerdings könnten einige griechische Banken als Ergebnis des Schuldenschnitts vorübergehend verstaatlicht werden.
05:25 Uhr Der scheidende EZB-Chef Jean-Claude Trichet schließt einen erzwungenen Rücktritt des italienischen EZB-Direktoriumsmitglieds Lorenzo Bini Smaghi aus. "Er ist Teil des Direktoriums, er hat seinen eigenen Vertrag und, wie Sie wissen, ist die EZB unabhängig", sagte Trichet nach Abschluss des Gipfels. Es sei allein Bini Smaghis Entscheidung.
04:08 Uhr Der Euro-Gipfel hat sich in der Nacht mit den Banken auf einen freiwilligen Schuldenschnitt für Griechenland in Höhe von 50 Prozent geeinigt, bestätigt der französische Präsident Nicolas Sarkozy.