Das US-Marketingunternehmen Pear Analytics hat unlängst in einer wissenschaftlichen Studie die Onlineplattform Twitter untersucht. Dabei kam heraus, dass es sich bei 40 Prozent der auf Twitter abgesetzten Nachrichten um "nichtiges Geschwätz" handelt, wie es in der Studie heißt.
Unmittelbar nach der Veröffentlichung protestierte der Verband der amerikanischen Twitter-Nutzer. "Man muss schon genau unterscheiden", hieß es in einer 140 Zeichen langen Pressemitteilung. "Manche dieser Meldungen sind auch einfach barer Unsinn." Streit besteht zudem über die Frage, unter welche Kategorie die restlichen 60 Prozent fallen.
Während US-Experten den Begriff "sinnfreies Geblubber" für diesen Teil der Twitter-Meldungen bevorzugen, sprechen deutsche Kommunikationsforscher lieber von "selbstverliebtem Quark". "Das ist präziser, stringenter und in sich signifikant kongruenter", sagte Reiner L. Aberhannes vom Göttinger Institut für Kurznachrichtenforschung.
In einer separaten Untersuchung, die Betreiber von Onlineportalen in Auftrag gegeben hatten, fanden Wissenschaftler heraus, dass 70 Prozent aller Studien von Marketingunternehmen "völliger Rhabarber" sind, wie es zusammenfassend hieß. Lediglich 30 Prozent verdienten das Prädikat "Ansammlung belangloser Binsenweisheiten".
Mit Spannung erwartet die Fachwelt derzeit eine Studie des internationalen Verbands der Studienherausgeber zum thematischen Gehalt von Facebook-Seiten. "Ich kann schon verraten: Da ist viel heiße Luft drin", sagte ein Insider.