Exklusiv
Die Sehnsucht der Sozialdemokarten nach dem Ex-Finanzminister als Kanzlerkandidaten greift weiter um sich: Der Sprecher der Parteilinken im Bundestag sieht Peer Steinbrücks mögliche Ambitionen positiv - und lobt seine Finanzkompetenz.
von Jens TartlerBerlin
Die Chancen des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD zu werden, steigen. "Steinbrück ist gerade in Sachen Finanzkrise ein sehr deutlicher Kontrast zu einer irrlichternden Kanzlerin Merkel", sagte Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion, am Montag FTD.de. "Für uns als Linke ist entscheidend, dass wir als Team antreten und ein gutes Programm beschließen."
Zu einem Treffen von Steinbrück mit SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am 8. Juni, bei dem die beiden über die Unterstützung der Parteilinken gesprochen haben sollen, sagte Rossmann, es sei das Selbstverständlichste der Welt, wenn "herausragende Sozialdemokraten" miteinander redeten. "Ich kriege keine Pickel bei Peer Steinbrück. Wieso auch?" SPD-Chef Sigmar Gabriel habe bereits gesagt, es sei entscheidend, "dass ein Sozialdemokrat ins Kanzleramt kommt".
Auch das Alter Steinbrücks von 64 Jahren stellt für den Parteilinken kein Problem für eine mögliche Kanzlerkandidatur des Ex-Ministers dar. "Besser als die Jungspunde von Schwarz-Gelb ist Steinbrück allemal", sagte Rossmann.
Steinbrück ist bereit mehrfach von SPD-Spitzenleuten als möglicher Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013 genannt worden. Parteiintern wird die Debatte um eine mögliche Kandidatur zwar mitunter belächelt, da die Entscheidung womöglich erst rund um die Landtagswahl in Niedersachsen Anfang 2013 fallen wird. Die Partei wird das Thema jedoch nicht mehr los, seit Steinbrück Mitte Mai sagte: "Der Zeitpunkt wird kommen, wo ich mich in Absprache mit zwei oder drei Führungspersönlichkeiten der SPD darüber zusammensetze."
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