Christian Lindner, Generalsekretär der FDP
Union und FDP hätten sich in ihrem Koalitionsvertrag zur Tarifautonomie von Arbeitgebern und Gewerkschaften bekannt und einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn ausgeschlossen: "Das gilt für die FDP weiter fort", sagte Lindner in Berlin. Allgemeine, flächendeckende Lohnuntergrenzen für alle Branchen seien kein Allheilmittel, sondern würden neue Hürden insbesondere für junge Menschen aufbauen.
In anderen EU-Ländern mit Mindestlöhnen sei zu beobachten, dass dort die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch sei, weil Firmen gering qualifizierte Berufseinsteiger nicht zu höheren Mindestlöhnen einstellten. "Viele Jugendliche, die noch nie gearbeitet haben, finden dann keine Jobs", sagte Lindner.
Man könne aber schauen, ob das erprobte Verfahren, Mindestlöhne in einzelnen Branchen für allgemeinverbindlich zu erklären, in weiteren Branchen angewendet werden kann. Auch sollten sittenwidrige Löhne in einzelnen Bereichen stärker bekämpft werden.