Sahra Wagenknecht
Personaldebatte eröffnet
Wagenknecht soll nun gemeinsam mit der frauenpolitischen Sprecherin der Linken, Cornelia Möhring, Gysis erste Stellvertreterin werden. Zweite Stellvertreter sollen die bisherigen Vizefraktionschefs Dietmar Bartsch und Ulrich Maurer werden.
Nachdem Wagenknecht nun nicht Teil der Fraktionsspitze wird, ist sie nun wieder mögliche und aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Parteivorsitzenden. Beim Bundesparteitag im Juni könnte es zu einer Kampfabstimmung kommen. Am Dienstag kündigte die amtierende Linke-Chefin Gesine Lötzsch überraschend früh eine erneute Kandidatur an und eröffnete damit das Rennen. Der ARD sagte sie, sie wolle mit dieser Entscheidung das "Katz-und-Maus-Spiel" in der Personaldebatte beenden und "Klarheit für die Mitglieder schaffen, die dieser Debatte überdrüssig sind".
Klaus Ernst sagte der "Süddeutschen Zeitung", er respektiere die Entscheidung seiner Co-Vorsitzenden, wollte sich aber selbst noch nicht festlegen, ob er sich ebenfalls erneut zur Wiederwahl stelle. Er werde sich "zu gegebener Zeit äußern", sagte Ernst.