Nach dem aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung hat die gewerbliche Wirtschaft im vergangenen Jahr 12 Mrd. Euro an direkten Finanzhilfen und Steuervergünstigungen allein vom Bund bekommen. Die Länder legen noch einmal etliche Milliarden drauf. Aus den Töpfen des Bundes wird zum Beispiel der Bergbau mit 2 Mrd. Euro pro Jahr gefördert. Diese Zuschüsse sind vertraglich abgesichert und lassen sich nicht kurzfristig zusammenstreichen. Anders sieht es aber aus bei den 925 Mio. Euro für die Wohnungsbranche und den 416 Mio. Euro für regionale Strukturmaßnahmen.
Zieht man die Koch-Steinbrück-Liste für den Subventionsabbau heran, ergibt sich ein noch viel größeres Sparpotenzial: Von den 38,5 Mrd. Euro Finanzhilfen des Bundes, die
Roland Koch und
Peer Steinbrück im Jahr 2003 identifiziert hatten, wurden bis 2008 nur 5,9 Mrd. Euro abgebaut. Es bleiben also noch rund 33 Mrd. Euro. Bei den Steuervergünstigungen könnten theoretisch noch 30 Mrd. Euro gekürzt werden, listen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten auf.