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Merken   Drucken   14.03.2006, 11:27 Schriftgröße: AAA

Deutsche Geburtenrate stürzt auf 60-Jahres-Tief  

Die Zahl der Geburten in Deutschland hat im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit 1945 erreicht. Zugleich ist sie so stark gesunken wie seit 15 Jahren nicht mehr. Magdeburg weist die niedrigste Geburtenrate auf.
Vater mit Kind - in Deutschland werden immer weniger Kinder geboren   Vater mit Kind - in Deutschland werden immer weniger Kinder geboren
Im vergangenen Jahr wurden nur rund 676.000 Kinder geboren, wie die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Prognosen des Statistischen Bundesamts berichtet. 2004 seien es noch 706.000 Neugeborene gewesen. Selbst im Nachkriegsjahr 1946 seien noch 922.000 Geburten gezählt worden. "Das ist dramatisch, wir laufen in eine Schere hinein", zitiert das Blatt den Direktor des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther. In Europa weise Deutschland laut Eurostat nach Angaben von 2004 mit 8,5 Geburten je 1000 Einwohner den niedrigsten Wert auf. In Ländern wie Frankreich und Großbritannien liege die Geburtenziffer mit 12,7 Prozent und 12,0 Prozent jeweils um etwa die Hälfte höher als der deutsche Wert. Einen Knick in der Geburtenstatistik verursachten die Umbrüche durch die deutsche Wiedervereinigung. 1988 kamen in der DDR noch 222.000 Kinder zur Welt. Die Zahl der Neugeborenen in Ostdeutschland sank bis 1994 mit 79.000 Babys auf ein historisches Tief. Wiesbaden führt bei der Geburtenrate Unter den 50 größten deutschen Städten werden deutlich verschiedene Geburtenraten gemessen. Magdeburg weist die niedrigste Geburtenrate auf. In der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts werden pro 1000 Einwohner jährlich durchschnittlich nur 6,9 Kinder geboren. Chemnitz belegt mit durchschnittlich 7,2 Neugeborenen den vorletzten Platz. Die höchste Geburtenrate verzeichnet dagegen Wiesbaden mit jährlich durchschnittlich fast 10,5 Neugeborenen pro 1000 Bürger. Das ergab eine Auswertung der Geburtenzahlen 2005 durch die Zeitschrift "Men's Health". Die Ränge zwei und drei erreichten Frankfurt am Main mit einer Geburtenrate von 10,2 und Bonn mit 10,1. Unter den ersten zehn Plätzen befinden sich außerdem München, Düsseldorf und Dresden. In der bayerischen Landeshauptstadt liegt die Geburtenrate pro 1000 Einwohnern bei durchschnittlich 9,9, in der nordrhein-westfälischen bei 9,7 und in der sächsischen bei 9,6 Kindern. Berlin nur auf Platz 30 Hamburg belegt mit 9,28 Geburten auf 1000 Einwohner Platz 15, direkt vor Hannover mit durchschnittlich 9,25 Kindern. Stuttgart erzielt mit durchschnittlich 9,20 Kindern Rang 17. Köln sicherte sich mit durchschnittlich 9,17 Kindern den 19. Platz. Die Bundeshauptstadt Berlin belegt nur Platz 30. Dort werden pro 1000 Einwohner jährlich nur 8,7 Babys geboren. Zum FTD-PodcastFTD-Newsticker - die aktuelle Nachrichtenlage für Ihr Java-Handy.Rankings - wer steht oben, wer steigt auf und wer steigt ab.Wirtschaftsbücher - besprochen und bewertet von der FTD
  • FTD.de, 14.03.2006
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