Wo soll Deutschland sparen?
Antwort 1:
Arbeitsmarkt
11%
Antwort 2:
Gesundheitsversorgung
4%
Antwort 3:
Bundeswehr
39%
Antwort 4:
Renten
9%
Antwort 5:
woanders
24%
Antwort 6:
gar nicht
13%
3640 Stimmen
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Bestes Beispiel: das Betreuungsgeld. Mit ihrer Zustimmung zu diesem absurden Ausgabenprogramm erkaufen sich CDU und FDP die Zustimmung der CSU zu einem weiteren, etwas weniger unsinnigen Ausgabenprogramm, den Steuersenkungen. Um ein Loch im Haushalt aufreißen zu können, fügt man gleich noch ein zweites hinzu. Das ist das Gegenteil von sinnvoller Haushaltspolitik.
Das Betreuungsgeld wird die deutschen Steuerzahler 2 bis 3 Mrd. Euro pro Jahr kosten, und zwar dauerhaft. Die Mehreinnahmen, mit denen die Bundesregierung ihre Spendierfreude begründet, sind aber vorübergehend. Schon der nächste Konjunktureinbruch wird dafür sorgen, dass die halbjährliche Steuerschätzung wieder zu einem Albtraumtermin der Finanzminister von Bund und Ländern wird, so wie in den Jahren von 2001 bis 2005. Nur dass bei dem Abschwung, der nun droht, erstmals die Schuldenbremse in Kraft ist, was die Sparzwänge drastisch verschärft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nicht müde, die anderen Euro-Länder zur Einführung einer Schuldenbremse zu drängen. In ihrer eigenen Koalition aber kann sie keine Politik durchsetzen, die zu diesem Instrument passt. Denn eine solche Politik würde erfordern, die Ausgaben im Konjunkturaufschwung zurückzufahren. Um dann, wenn die Konjunktur einbricht, Spielraum zu haben für unvermeidliche Mehrausgaben wie Arbeitslosengeld, Krankenkassenzuschüsse und Investitionsprogramme.
Stattdessen verplant Schwarz-Gelb einen Teil der Mehreinnahmen für ein Betreuungsgeld, das familienpolitisch zweifelhaft ist, zu Missbrauch einlädt und den Zielen der Regierung widerspricht.