Die Bundesanwaltschaft hat einen Deutschen wegen Industriespionage für Russland angeklagt. Der Beschuldigte soll Informationen weitergegeben haben, die Russland über zivile Zwecke hinaus nutzen könnte.
Der 44-Jährige aus Bayern werde verdächtigt, einem Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes Unterlagen über hoch entwickelte technische Produkte gegeben zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft am Freitag mit. Die beim Oberlandesgericht München erhobene Anklage laute auf Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit.
Der Angeschuldigte habe die Tatvorwürfe zugegeben. Ihm werde vorgeworfen, dem russischen Spion zwischen Mai 2004 und Dezember 2006 gegen Bezahlung Dokumentationen und Unterlagen über die technischen Produkte gegeben zu haben. Diese könnten vorwiegend zivil, aber auch militärisch genutzt werden. Der Angeschuldigte und der Spion haben sich den Angaben zufolge in Deutschland oder im näheren Ausland getroffen und sich über anonyme E-Mail-Konten abgesprochen. Für eine weitere Stellungnahme war die Behörde am Freitag nicht erreichbar.
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