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Merken   Drucken   08.01.2008, 10:31 Schriftgröße: AAA

Deutschland investiert weniger in Öko-Energie

In Deutschland wurde 2007 deutlich weniger Geld für Neuanlagen für Windenergie und Biomasse ausgegeben. Dennoch wuchs die Branche erneut kräftig, die Unternehmer schlagen trotzdem Alarm.

Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Bruttostromverbrauch sei von 11,9 Prozent auf 14,3 Prozent gestiegen, teilte der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) am Dienstag mit. In keinem anderen Land schreite der Ausbau erneuerbarer Energien so schnell voran wie in Deutschland. Angesichts der stagnierenden Investitionen in Windenergie und Biomasse forderte BEE-Präsident Johannes Lackmann jedoch neue Impulse von der Politik. "Die bisherigen Ankündigungen reichen nicht aus, um den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortzusetzen.

Rapsfeld vor einem Krupp-Stahlwerk: die Investionen in Biomasse sinken   Rapsfeld vor einem Krupp-Stahlwerk: die Investionen in Biomasse sinken

Der BEE kritisierte insbesondere die Steuerhöhung für Biokraftstoffe. Diese habe dazu geführt, dass sich der Anteil von Biosprit am deutschen Kraftstoffverbrauch gegenüber 2006 nur leicht von 6,6 auf 7,0 Prozent erhöhte. Der Einsatz von Bioheizenergie, Solar- und Erdwärme stagnierte bei 89 Milliarden Kilowattstunden.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stieg 2007 insgesamt um rund 13 Mrd. Kilowattstunden, laut BEE die Jahresproduktion eines Kernkraftwerkes. Insgesamt entspreche der Zuwachs erneurbarer Energien 2007 einer vermiedenen CO2-Menge von 14 Millionen Tonnen - dies entspreche den Emissionen einer Großstadt wie Köln.

  • FTD.de, 08.01.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland
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