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Merken   Drucken   24.11.2005, 16:17 Schriftgröße: AAA

Die Machenschaften in der Fleischindustrie - und was dagegen hilft  

Die Einzelheiten sind ekelhaft. Der jüngste Fleischskandal ist aber beleibe kein Einzelfall. Der harte Wettbewerb in der Branche fördert offenbar kriminelle Machenschaften. Verbraucherschützer fordern eine striktere Aufsicht - auch durch die Industrie selber. von Ludwig Greven
Ein Lebensmittelkontrolleur nimmt eine Probe Fleisch in einer ...   Ein Lebensmittelkontrolleur nimmt eine Probe Fleisch in einer Metzgerei
Die Liste ist lang - von verbotenen Hormonen im Kalbfleisch in den 80er Jahren bis zum umetikettierten Hackfleisch in Real-Supermärkten im Frühjahr. Nicht immer stoßen Lebensmittelkontrolleure wie jetzt mit der Nase auf verdorbenes, stinkendes "Gammelfleisch", das trotz abgelaufener Haltbarkeit zu Würstchen und Dönerspießen verarbeitet wird. Weit häufiger erfindet die Fleischindustrie im Wettlauf um niedrige Schnäppchenpreise Insidern zufolge unappetitliche Tricks und Mogeleien, die nicht weiter auffallen.
Dazu gehört etwa der Zusatz künstlich aufgespaltener Eiweiße, so genannter Hydrolysate. Darin können Federn oder Schlachtabfälle sein. Der Vorteil: die Beigabe erhöht den Stickstoffgehalt des Fleisches. Dem kann dann auch mehr Wasser beigemengt werden - eine überaus billige Methode, das Verkaufsgewicht zu erhöhen.
Beliebt ist auch die Verwendung von Separatorenfleisch. Diese musartige Masse wird in den Schlachthöfen mit Maschinen von den Knochen gesaugt, nachdem Fleischer die großen Stücke per Hand abgeschnitten haben. Solches Fleisch darf zwar wegen BSE nur noch verwendet werden, wenn es nicht von Rindern stammt, und es muss auch auf dem Etikett angegeben werden. Da die Fleischhersteller jedoch fürchten, dass die Verbraucher die Wurst dann nicht kaufen würden, verzichten sie häufig darauf. Experten schätzen, dass bis zu einem Drittel etwa des weiter verarbeiteten Geflügelfleischs mit Hilfe von Separatoren gewonnen wird.
Anreiz durch geringe Margen

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