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Merken   Drucken   27.07.2009, 14:39 Schriftgröße: AAA

Dienstwagenklau: Schmidt spricht von "Sommerloch-Theater"  

Die Ministerin geht in die Offensive. Vorwürfe, der Einsatz ihres Dienstwagens im Spanien-Urlaub sei Steuerverschwendung, weist sie zurück: "Es gibt keinen Skandal." Aus den Reihen der Union hagelt es dagegen Hohn und Spott.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat Vorwürfe wegen des Gebrauchs ihres Dienstwagens in ihrem Spanien-Urlaub als "Theater im Sommerloch" zurückgewiesen. "Der Dienstwagen steht mir, auch aus Sicherheitsgründen, jederzeit zur Verfügung", sagte sie der "Aachener Zeitung" in ihrem Wahlkreis. "Und wie jeder, der einen Dienstwagen hat, kann ich damit auch private Fahrten machen." Diese rechne sie privat ab und versteuere sie entsprechend.
"Es gibt keinen Skandal. Denn es ist wirtschaftlicher, wenn ich meinen Dienstfahrzeug nutze, als einen Dienstwagen inklusive Fahrer hier zu mieten", sagte die SPD-Politikerin. Das Ministerium habe vorab die Wirtschaftlichkeit berechnet. Vor einer Prüfung habe sie keine Angst. "Der Haushaltsausschuss und der Bundesrechnungshof können jederzeit die Berechnung des Ministeriums prüfen." In über acht Jahren sei ihr Fahrtenbuch nie beanstandet worden. Wenn sie in ihrem Urlaub dienstliche Termine wahrnehme, sei es selbstverständlich, dass sie auch ihr Dienstfahrzeug nutze. "Immerhin repräsentiere ich als Bundesgesundheitsministerin die Regierung unseres Landes."
Die Ministerin wollte nach eigenen Angaben zwei dienstliche Termine während ihres zweiwöchigen Spanien-Urlaubs wahrnehmen. Der eine war ein Empfang beim Bürgermeister ihres Feriendorfes Denia, der zweite sollte an diesem Montagabend im Kulturhaus in Els Poblets stattfinden.
Diebe waren nach Ministeriumsangaben nachts in der Unterkunft von Schmidts Fahrer eingebrochen, während dieser schlief, und hatten die Autoschlüssel entwendet. Der anschließende Diebstahl des Dienstwagens brachte die Angelegenheit ins Rollen.

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