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Merken   Drucken   21.06.2009, 12:26 Schriftgröße: AAA

Ehemaliger Flughafen Tempelhof: Polizei verhindert gewaltsame Besetzung  

Krawalle in der Hauptstadt: Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte hat in der Nacht zu Sonntag eine geplante Massenbesetzung des früheren Berliner Flughafens Tempelhof verhindert. 102 Demonstranten wurden festgenommen, über zwanzig Polizisten verletzt. Erneut steht der Berliner Senat schwer in der Kritik.
Mit Mühe hat ein Großaufgebot der Polizei am Samstag eine geplante Besetzung des früheren Berliner Flughafens Tempelhof verhindert. Nach Angaben der Polizei aus der Nacht erreichte keiner der Demonstranten das Flughafengelände.
Zahlreiche linksalternative und auch gewaltbereite radikale Demonstranten sowie extremistische Randalierer versuchten immer wieder, den Zaun um das Gelände zu überwinden. Es gab 102 Festnahmen, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. 21 Polizisten wurden leicht verletzt. Der Einsatz dauerte bis spät in die Nacht.
Mehrfach warfen Randalierer Steine auf Polizisten. Bei Rangeleien zwischen Beamten und Demonstranten setzte die Polizei auch Pfefferspray ein. Es gab zahlreiche Festnahmen. Für Aufregung sorgte ein Vorfall, bei dem ein Zivilpolizist zur Abwehr eines Angriffs mehrerer Autonomer seine Pistole zog. Nach Medienberichten waren etwa 1800 Polizisten im Einsatz. Offiziell wurde die Zahl nicht bestätigt.
Polizeipräsident Dieter Glietsch forderte im RBB-Inforadio mehr Anstrengung der Politik gegen gewaltbereiten Linksextremismus. Das Problem dürfe nicht nur der Polizei überlassen werden. Um die Aktion bahnt sich nun auch eine politische Auseinandersetzung an. Die Berliner Grünen kritisierten das Vorgehen der Polizei als zu hart. Der Polizeiarbeitskreis in der Berliner CDU erklärte hingegen, die linke Szene würde sich unter dem rot-roten Senat "besonders sicher fühlen und zunehmend zur Gewalt neigen". Der Berliner Senat und die Polizei waren nach schweren Krawallen am 1. Mai teils heftig kritisiert worden.

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  • dpa, 21.06.2009
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