Einigung im Koalitionsausschuss:Kassenbeiträge steigen auf 15,5 Prozent
Die Krankenkasse wird teurer. Den einheitlichen Krankenversicherungsbeitrag hat die Koaliton auf 15,5 Prozent festgelegt. Dafür sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent. Auch für Familien gibt es Entlastungen.
Dieses Ergebnis des Koalitionsausschusses teilten die Fraktionsvorsitzenden der Koalitionsparteien von Union und SPD am Sonntagabend im Kanzleramt in Berlin mit. Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte anschließend, durch die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung sei ein Ausgleich bei den Lohnzusatzkosten geschaffen worden.
Die Koalitionsrunde einigte sich zudem darauf, dass das Kindergeld für das erste und zweite Kind 2009 um zehn Euro je Monat steigt, für das dritte und jedes weitere Kind sollen es 16 Euro sein. CSU-Chef Erwin Huber ergänzte, dass die Wohngeldnovelle zur Entlastung bei Energiekosten vom 1. Januar bereits auf den 1. Oktober vorgezogen werde.
Huber sagte, die Entlastungen betrügen bis 2010 rund zwölf Mrd. Euro. Allein beim Kindergeld seien es rund zwei Mrd. Euro mehr. Der Kinderfreibetrag soll von jetzt jährlich 5800 Euro auf 6000 Euro erhöht werden. SPD- Fraktionschef Peter Struck begrüßte die beschlossenen Maßnahmen. Das Klima in der Koalitionsrunde bezeichnete er als "ausgesprochen konstruktiv".
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