Die Kreditinstitute sollten Münzen und Banknoten testen, bevor sie es
wieder in Umlauf bringen, schlug die EU-Behörde am Dienstag in Brüssel vor. Besonders die Münzfälscherei nehme zu. Die EU-Finanzminister müssen den Vorstoß noch billigen.
Kommissions-Vizepräsident Siim Kallas erklärte, es gebe inzwischen Sortiergeräte, mit denen Bargeld automatisch überprüft werden könne. Er schlug vor, den Transport gefälschter Banknoten und Münzen zwischen den zuständigen Stellen zu erlauben, damit diese Geräte
richtig eingestellt werden können. Die Euro-Fälschung steht in allen Mitgliedstaaten unter Strafe. Damit ist der rechtliche Rahmen für den Schutz des Euro nach Einschätzung der Kommission gesichert.
Im vergangenen Jahr wurden 164.000 gefälschte Euro-Münzen aus dem Verkehr gezogen. Fälscher prägen vor allem Zwei-Euro-Münzen. Die Qualität des Falschgelds nimmt nach Ansicht von Ermittlern zu. Insgesamt sind 69 Milliarden echte Euro-Münzen im Umlauf.