Die Inflation innerhalb der Währungsunion ist erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen vor zwölf Jahren negativ ausgefallen. Sie betrug im Juni minus 0,1 Prozent nach 0 Prozent im Vormonat. Damit bestätigte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg eine erste eigene Schätzung von Ende Juni.
Den größten Einfluss auf Preissenkungen hatten Benzin, Heizöl und Grundnahrungsmittel wie Milch und Käse. Auch die Preise für audiovisuelle Geräte sind gesunken.
In der gesamten EU mit ihren 27 Mitgliedsländern sank die Inflation um 0,2 Punkte auf 0,6 Prozent; nicht jedes Land führt den Euro als Zahlungsmittel.
Vor einem Jahr hatte die Rate im Eurogebiet 4 Prozent betragen, in der EU 4,3 Prozent. Die monatliche Rate belief sich in der Eurozone und in der EU im Juni auf 0,2 Prozent.
Fallen die Preise längere Zeit auf breiter Front, spricht man von Deflation.