FTD.de » Politik » Deutschland » Finanzpolitiker fürchten Milliardengrab

Merken   Drucken   02.01.2006, 20:57 Schriftgröße: AAA

Exklusiv: Finanzpolitiker fürchten Milliardengrab  

Finanzpolitiker und Ökonomen haben die Bundesregierung davor gewarnt, die Staatskasse durch die Einführung eines staatlichen Kombilohns mit neuen Milliardenausgaben zu belasten. Der Freibetrag von 250 Euro bei Abgaben kann 36 Mrd. Euro kosten. von Birgit Marschall und Birgit Jennen, Berlin
Joachim Poß, SPD-Fraktionsvize   Joachim Poß, SPD-Fraktionsvize
"Je nach Ausgestaltung kostet ein solches Programm eine Summe in bis zu zweistelliger Milliardenhöhe", sagte SPD-Finanzpolitiker Joachim Poß. Auch der Mainzer Volkswirt Rolf Peffekoven warnte vor Milliardenkosten. Die Union betonte dagegen, sie erwarte keine zusätzlichen Kosten.
Die Einführung staatlicher Lohnzuschüsse für Langzeitarbeitslose war eines der wichtigen Themen des Unionswahlkampfes. In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, über das Thema im laufenden Jahr zu beraten. Ein Zeitpunkt für die Einführung wurde nicht festgelegt. Die Union dringt jedoch darauf, den Kombilohn bereits zum 1. Januar 2007 zu starten.
Im kommenden Jahr will die große Koalition aber auch wichtige haushaltspolitische Versprechen einlösen: Deutschland soll 2007 erstmals nach fünf Jahren wieder die Kriterien des EU-Stabilitätspakts erfüllen. Zudem soll der Bundeshaushalt wieder der Vorgabe des Grundgesetzes entsprechen, dass die Neuverschuldung unter der Summe der Investitionen liegt. Beide Versprechen können nur eingelöst werden, wenn auf den Bund keine zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe zukommen.
Union plant Kostenbegrenzung
Die CDU/CSU will die Kosten des geplanten Kombilohns begrenzen, indem sie nur Langzeitarbeitslosen in bestimmten Altersgruppen, Regionen oder Branchen Lohnzuschüsse gewährt. "Wir glauben, dass das aufkommensneutral finanziert werden kann", sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. Wer einen Lohnzuschuss erhalte, bekomme andererseits auch weniger Arbeitslosengeld II.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 03.01.2006
    © 2006 Financial Times Deutschland,
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
Kommentar schreiben Pflichtfelder*





Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Pläne zur Einlagensicherung: Für die Kanzlerin ein Angebot zur Güte

    Die Bundeskanzlerin lehnt Eurobonds kategorisch ab. Vielleicht könnte sie den Plänen zu einer europäischen Einlagensicherung eher zustimmen? Das Vertrauen in die Banken würde steigen. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

  26.05. Der Test zu Pfingsten Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?

An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?

Der Test zu Pfingsten: Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Alle Tests

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote