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Merken   Drucken   16.07.2010, 06:00 Schriftgröße: AAA

Finanz- und Wirtschaftskrise: Verfehlte deutsche Gründlichkeit  

Kommentar Die Bundesregierung begeht einen schweren Fehler, wenn sie sich auf die Lösung der vermeintlichen Schuldenkrise konzentriert. Denn das wahre Problem ist, dass die Finanzkrise andauert. von Claus Matecki
Claus Matecki ist Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht vorbei, auch wenn Frau Merkel sie für beendet erklärt, auch wenn Bundesregierung, neoliberale Ökonomenzunft und konservative Blätter lieber von der Schuldenkrise reden.
Doch der Schein trügt. Weltweit sind die Ökonomen besorgt darüber, dass sich die Wiederbelebung der Weltwirtschaft als instabil erweisen könnte. Denn es wurden weder die internationalen Finanzmärkte reguliert, noch wächst die Weltwirtschaft aus eigenem Antrieb. Jederzeit können neue Risiken auf den Finanzmärkten entstehen - mit fatalen Folgen für den Rest der Wirtschaft.

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  • FTD.de, 16.07.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 17.07.2010 18:34:21 Uhr   focus: @Diskuttanten

    Bevor hier noch mehr mit einander gestritten wird gibt es einen Tobias Beyer, der die richtigen "Griechen" nennt. Die USA haben den Schritt schon längst, nachdem TARP zur Bankenrettung umgedeutet worden ist, vollzogen. Die wahren Schuldner sind die Banken. Sie haben Geld verliehen, das sie nicht hatten, sich irgendwoher zusammengeliehen haben, und sind jetzt nicht mehr in der Lage es den eigenen Gläubigern zurückzuzahlen. Nicht die PIIGS werden gerettet, sondern die Banken!

    Tobias Bayer - Europas Banken sind die wahren Griechen
    Mit dem Bankenstresstest geht in der Euro-Zone ein bemerkenswertes Umdenken einher. Während es bislang hieß "kein Land geht Pleite, damit wir nicht über Banken reden müssen", soll das Staatsgeld jetzt in bedrängte Geldinstitute fließen.
    Große Ereignisse werden häufig in unauffällige Worte gekleidet. EU-Währungskommissar Olli Rehn ist dafür das beste Beispiel. Mit Bezug auf die bevorstehende Veröffentlichung der Bankenstresstests am 23. Juli sagte er, frei übersetzt: "Notfalls müssen die Banken, die nicht bestanden haben, mit den Mitteln der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) rekapitalisiert werden."

    Was passiert bei einer Insolvenz? Die Gläubiger werden mit einer Quote abgefunden. Die Gläubiger der Banken hätten bei einer Insolvenz der IKB nur zu einem Bruchteil aus der Masse abgefunden werden können. Wer die Frage nach dem WER hat WAS von einer nicht vollzogenen Insolvenz der IKB (u.a.) stösst immer wieder auf die Gläubiger der Banken.
    Die Einzigen, die den goldenen Schnitt machen werden, sind die Gläubiger der Banken. Sie werden mit Steuergeldern entschädigt. Ihnen ist es egal, ob damit die zahlenden Staaten weiter in die Schulden abrutschen.

    Wer hat Interesse daran, dass die Gläubiger der Banken geschont werden?

  • 17.07.2010 12:44:23 Uhr   Journalistenschelter: Antworten
  • 16.07.2010 17:17:26 Uhr   Thomas Müller: @Arno Nyhm
  • 16.07.2010 12:50:34 Uhr   Arno Nyhm: @Journalistenschelter
  • 16.07.2010 12:36:45 Uhr   Arno Nyhm: ein bisschen Ökonomie
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