mal sehen was unser männerlobbyist aus dem letzten jahrhundert so für argumente ins feld führt:
- aufstiegschancen von frauen nehmen durch quote langfristig schaden... warum? ach ja, weil man dann den frau vorwerfen wird nicht nur durch leistung nach oben gekommen zu sein. ich glaube das jede frau gerne diesen "makel" mit sich auf ihrem weg nach oben mitträgt... eine ähnliche bittere pille müssen ja auch die armen männlichen ceos schlucken. sie schaffen es ja auch nicht nur durch qualifikation... seilschaften, machtspielen und herrenclubs helfen ein kleinwenig, oder? ob sich unsere männlichen leittiere wohl grämen es nicht nur allein wegen ihrer fachlichen fähigkeiten geschafft zu haben? lol
- nur 1/3 bis 1/4 frauenanteil bei den technischen studiengängen... masse als mittel um qualifikation also qualität zu messen? ein amüsantes argument... ich stelle mal die gewagte vermutung in den raum, dass nur sehr motivierte und selbstbewuste personen sich zutrauen ein technisches studium anzufangen, wenn sie denn weiblich sind (bei den vorurteile!). man sollte eher die qualität der studienergebnisse analysieren um zu sehen wie viele geeignete frauen und männer auf dem arbeitsmarkt ankommen. ergibt wahrscheinlich ein etwas anderes bild.
- nun zu den "immensen Anforderungen in der obersten wirtschaftsliga" und dem "jahrzehntelangen vorbereitungen" die notwendig sind um da oben mitzumischen... ist richtig. also brauchen wir ab der unteren (!) führungsebene eine frauen quote, damit es genug weiblichen nachwuchs für die top jobs gibt. hier hat die wirtschaft versagt und potential liegen lassen. Es mag sein, dass aktuell nicht genügend frauen vorhanden sind um sofort eine 50/50 quote zu verwirklichen. deswegen spricht alles für eine quote die, sagen wir mal, von 25% mit der zeit auf 50% steigt.
der autor argumentiert für das alte und überholte herrschaftssystem der männer in der wirtschaft. wir bürger und mit uns der staat sind gezwungen die brechstange, sprich quote anwenden um diese festzementierten strukturen aufzubrechen und raum zu schaffen für zukunft. die "männerwirtschaft" hatte zeit genug änderungen "erfogreich" durchzuführen. mehr als smarte lösungen kammen dabei nicht heraus.
unternehmen haben schon oft versagt und das unter der verantwortung von männern. vielleicht ist ihre qualifikation nicht so "immens" wie es unser autor glaubt. ehrlich, ich kann es mir nicht vorstellen, dass frauen unsere wirtschaft schlechter führen würden als männer. die latte hängt ja nicht so hoch, wie manch einer denkt...
apropos, ich bin männlich und mittelständler im schönen oberbayern