Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
Nach der Atomkatastrophe in Japan wollen etliche Verbraucher in Deutschland zu grünen Anbietern wechseln. FTD.de gibt die wichtigsten Antworten auf die Frage, ob öko gleich öko ist - und welche sonstigen Fallstricke zu beachten sind. von Erich Reimann
Als Konsequenz aus dem Atomunfall in Japan berichten Ökostromanbieter von einer stark anziehenden Nachfrage. Die Firma Lichtblick zählte laut eigenen Angaben dreimal mehr
Abschlüsse als üblich, zudem gebe es viermal so viele Zugriffe auf die Website.
Nach Angaben des Verbraucherportals "toptarif.de" setzt sich damit ein Trend fort: 2010 hätten sich mehr als 30 Prozent der privaten Verbraucher beim Wechsel des Stromanbieters für Ökostrom
entschieden - 2008 wählten erst zehn Prozent beim Wechsel einen Ökoanbieter.
Dabei handelt es sich um Strom aus Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse. Allerdings ist Ökostrom ein ungeschützter Begriff. Viele der mehr als 1700 Tarife, die als "öko" oder "grün" verkauft würden, seien eher Augenwischerei als echte Ökoenergie, warnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen. So werde herkömmlich erzeugter Strom zuweilen fantasievoll mit hauseigenen Gütesiegeln beworben - oder Atom- und Kohlestrom per Zukauf von Umweltzertifikaten aus dem Ausland veredelt.
Es gibt eine Reihe von Gütesiegeln, die dem Verbraucher bei der Entscheidung helfen können. Darunter finden sich das "ok power"-Label, das "Grüner Strom"-Siegel oder die Auszeichnung des Ökoinstituts Freiburg. Empfehlungen geben auch die von zahlreichen Umweltverbänden getragene Homepage www.atomausstieg-selber-machen.de und das Freiburger Öko-Institut auf seiner Website www.ecotopten.de.
Empfehlenswert sind nach Einschätzung der Stiftung Warentest Ökostromtarife, die den Bau neuer Ökostromanlagen fördern - und zwar über die gesetzlichen Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hinaus. Der Anbieter sollte also in neue Ökostromkraftwerke investieren. Dies hat einen direkten Umweltnutzen, weil damit konventioneller Strom vom Markt verdrängt wird.
Nein. Wer grünen Strom bestellt, bezieht die gleiche Energie aus der Steckdose wie sein Nachbar, der konventionellen Strom erhält. Denn alle Stromanbieter speisen ihre Elektrizität in das gleiche Netz ein, aus dem die Haushalte gemeinsam beliefert werden. Das gleicht einem See, in den verschiedene Bäche münden und ihr Wasser vermischen. Was aus der Steckdose herauskommt, ist deshalb immer eine Mischung aus Atom-, Kohle- und Ökostrom. Doch je mehr Kunden grünen Strom kaufen, desto stärker steigt der Ökoanteil im gesamten Netz. Zur Zeit liegt er bei rund 18 Prozent.
Klar ist: Seriöse Ökostromanbieter gehören nicht zu den Strom-Discountern. Wer zu einem "echten" Grünstromanbieter wechselt, wird für seinen Strom tiefer in die Tasche greifen müssen, als ein Verbraucher, der nur auf den Preis achtet. Wer aber noch im kostspieligen Grundversorgungstarif seines Regionalanbieters steckt, kann bei einem Wechsel je nach Region sogar Geld sparen.
Das ist einfach. Der neue Energielieferant erledigt im Regelfall nach Vertragsabschluss alle Formalitäten. Er kündigt auch den Liefervertrag beim Stromlieferanten und berücksichtigt dabei auch die jeweiligen Kündigungsfristen. Auch bei einer zeitlichen Verzögerung des Lieferantenwechsels ist die Versorgung garantiert. Zähler oder Leitungen werden weder aus- noch umgebaut.
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