Alarm, Alarm, immer wieder gelbe Warnzeichen. Bei zwei Dritteln aller freiwillig gescannten Passagiere schlagen die Körperscanner an. Wollen tatsächlich so viele Sprengstoff an Bord schmuggeln? Den Beamten beim Testlauf der neuartigen Geräte am Hamburger Flughafen wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt. Nur bei insgesamt 15 Prozent der Fluggäste findet sich schließlich auch dort, wo die Scanner etwas vermuten, ein Gegenstand. Bei den anderen wird die "händische Nachkontrolle" - so heißt das Abtasten im Behördensprech - zunehmend unangenehm. Denn immer wieder werden die Achselhöhlen als verdächtig markiert. Doch da finden die Beamten keine Bomben, höchstens Stinkbomben. Die Scanner haben sich vom Achselschweiß narren lassen.
Flugpassagiere müssen sich in Deutschland vorerst nicht von einem der umstrittenen Körperscanner durchleuchten lassen. Dies hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nach Abschluss der zehnmonatigen Testphase am Hamburger Flughafen entschieden. "Mit den Körperscannern sind wir auf dem richtigen Weg, aber für einen flächendeckenden Einsatz ist es noch zu früh", heißt es dazu in Sicherheitskreisen.
Aus Sicht des Bundesinnenministeriums arbeitet die Software der Geräte noch zu ungenau. Hauptproblem: Die Scanner können nicht mit "Feuchtigkeit in den Achselhöhlen" umgehen. Auch "Faltenwurf in der Kleidung" oder einfache Knöpfe verwirren die Maschinen zu häufig. Das Ministerium hat der amerikanischen Herstellerfirma L-3 daher die Aufgabe gesetzt, möglichst bald ein besseres Programm zu schreiben.