Was wissen Sie über Lebensmittelskandale?
Dioxin im Fisch, Hormone im Kalb und Gammel im Fleisch - seit Lebensmittel industriell hergesellt werden, gibt es immer eklige und manchmal gar tödliche Skandale. Stecken Sie im FTD-Quiz ihre Nase in die Mauscheleien im Kühlregal.
Welche Krankheit löst der Verzehr von BSE-verseuchtem Fleisch möglicherweise beim Menschen aus?
Was gut ist, hat ein Gütesiegel und umgekehrt - das ist die gültige Auffassung. In Deutschland existieren aber allein im Lebensmittelbereich 100 verschiedene dieser Qualitätssiegel, die scheinbare Sicherheit vorgeben.
80 davon listet die Organisation Verbraucher Initiative in ihrer Datenbank. Doch nur drei kann deren Vertreterin Judith Hübner empfehlen: das Biosiegel der EU, Demeter und Naturland. Selbst bei diesen Ökosiegeln steht aber nicht auf der Packung, nach welchen Kriterien sie produziert wurden, kritisiert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Und bei allen anderen Siegeln sind die Kriterien noch undurchsichtiger.
Denn viele Siegel werden von den Herstellern selbst oder von Interessenverbänden vergeben - die Transparenz der Vergabekriterien ist meist mangelhaft. Dass Gütesiegel nichts verhindern, zeigt der aktuelle Dioxinfall: Der im Zentrum des Skandals stehende Futtermittelhersteller Harles und Jentzsch hatte ebenfalls ein QS-Siegel - eines der am stärksten verbreiteten Gütesiegel in der Agrarbranche.
Der Siegelwirrwarr an den Regalen macht zudem für den Verbraucher das Einkaufen zur Last statt zur Lust: "Die große mentale Leistung beim Einkaufen ist eigentlich, mit fünf oder zehn Produkten aus dem Supermarkt wieder rauszukommen. Wenn wir alle Produkte genau anschauen, verhungern wir, bevor wir mit dem Einkaufen fertig sind", sagte Lebensmittelökonom Johannes Simons von der Universität Bonn.