Danach rechnen mehr als 30 Prozent der befragten Personalverantwortlichen mit einer steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften. "In den Personalabteilungen deutscher Unternehmen macht sich zunehmend Optimismus breit", sagte Erik Bethkenhagen von Kienbaum am Mittwoch. Die Umfrage bestätigt jüngste Indizien dafür, dass sich die konjunkturelle Erholung trotz aller Skepsis jetzt zunehmend am deutschen Arbeitsmarkt bemerkbar macht.
Die Bundesbank hatte am Dienstag bereits ein Ende des Jobabbaus diagnostiziert. Schätzungen zufolge ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bereits seit Sommer 2005 wieder gestiegen. Auf weitere Zuwächse auch in der Industrie hatten zuletzt zudem Umfragen unter Einkaufsmanagern hingedeutet. Vor allem bei den unternehmensnahen Dienstleistern wie Software- und Beratungsfirmen gibt es wieder neue Stellen.
Gestiegene Erwartungen
Hintergrund sind die gestiegenen Erwartungen bei Umsatz und Rendite. Nach der Kienbaum-Umfrage gehen 24,1 Prozent der Firmen von einem Anstieg der Beschäftigung aus, sechs Prozent sogar von einem starken Anstieg. Im vergangenen Jahr haben 21,4 Prozent der Betriebe ihre Beschäftigung ausgeweitet.
Die Umfrage fand unter 270 Unternehmen in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz statt. Mehr als 90 Prozent der Firmen kommen aus Deutschland. Lediglich 6,4 Prozent erwarten, dass die Zahl der Arbeitnehmer in den Betrieben stark fallen wird. Im Vorjahr hatten noch 9,3 Prozent der Unternehmen die Zahl der Arbeitnehmer stark reduziert. Mit 36,5 Prozent geht der größte Teil aller Befragten von einer gleich bleibenden Beschäftigung aus. "Der Arbeitsplatzabbau der vergangenen Jahre ist gestoppt", sagte Personalberater Bethkenhagen.
Wie aus der Studie hervorgeht, rechnen über 51 Prozent der Personalverantwortlichen mit höheren Umsätzen im laufenden Jahr, weitere 16,5 Prozent sogar mit erheblichen Zuwächsen. Rund 52 der Firmen gehen davon aus, dass die Profitabilität in diesem Jahr steigen wird, weitere 15 Prozent rechnen sogar mit einem starken Zuwachs.