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Merken   Drucken   23.04.2010, 16:20 Schriftgröße: AAA

Hilfe für Griechenland: Merkels Taktik rächt sich bitter  

Kommentar Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich vertaktiert. Sie wollte als Retterin der Euro-Stabilität dastehen. Nun muss sie noch vor der NRW-Wahl für die Griechen-Hilfe werben. von Peter Ehrlich  Brüssel
Offiziell gibt es natürlich keinen Zusammenhang zwischen der Wahl in Nordrhein-Westfalen und den Entscheidungen zur Griechenland-Krise. Nur kennen inzwischen alle in der EU das Datum 9. Mai und so war es kein Zufall, dass das Anlaufen der Hilfsaktion in den internen Planungen erst ein paar Tage später laufen sollte. Nun aber haben die Märkte der Politik wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Um dort wenigstens etwas für Ruhe zu sorgen, hat die griechische Regierung die Hilfen nun doch schon offiziell beantragt.
Das ändert für die Bundesregierung und den deutschen Steuerzahler eigentlich nichts. Spätestens seit der Ausformulierung des Hilfspaketes am 11. April war klar, dass der Hilfsantrag kommen würde. Es war durchgerechnet, dass Deutschland bis zu 8,4 Mrd. Euro geben würde, davon 5,2 im laufenden Jahr. Aber Merkel hat das nie offiziell vertreten, Schäuble war erst noch ans Krankenbett gefesselt und hat sich dann mit den Abgeordneten der Koalition zerstritten, statt den Sinn der Hilfen öffentlich zu erläutern.

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  • FTD.de, 23.04.2010
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Kommentare
  • 25.04.2010 10:47:11 Uhr   Normalbürger: Unfug

    Die DM wurde wegen der deutschen Einheit geopfert. Den Euro wollte die Mehrheit der Deutschen nicht. "Versailles ohne Vertrag" hat das ein zwielichtiger "Freund" Deutschlands genannt. Keiner hat damit gerechnet, dass Deustchland sich aus diesen Fesseln befreien und sogar den Spiess umdrehen kann. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, die Griechen von Anfang an gelogen und betrogen. Im Zivilleben wäre das Unterschlagung und dafür gäbs Knast.
    Mag sein, dass es wirtschaftlich vernüftig wäre die Betrüger nicht fallen zu lassen. Banken und Industrie sind doch immer für die kurzfristige Profitlösung. Ob Zwangsarbeiter im 3. Reich, Gastarbeiter in den 60ern.... Hauptsache die Industrie und Banken verdienen. Die Folgen darf dann die Gesellschaft tragen.

  • 25.04.2010 06:46:23 Uhr   Georg Poeschl: GR-Hilfe = Stuetzung der Deutschen Wirtschaft...
  • 24.04.2010 18:47:04 Uhr   Klaus Grelle: Merkels Taktik...
  • 24.04.2010 15:45:26 Uhr   Steffen: GR-Hilfe ist nicht in deutschem Interesse
  • 24.04.2010 14:06:30 Uhr   Bobo: Deja-vu
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