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Merken   Drucken   18.02.2009, 17:01 Schriftgröße: AAA

Hintergrund: Staatshilfen - nicht immer erfolgreich

Der Staat hat schon mehrfach versucht, angeschlagene Unternehmen vor dem Aus zu retten. Manche waren erfolgreich, andere nicht.
 
Gelungene Rettung: Die drohende Pleite des Ferienfliegers LTU konnte Ende 2001 abgewendet werden. Der Rettungsplan von Banken, Anteilseignern und Vertretern der nordrhein-westfälischen Landesregierung sah vor, dass das Land eine Bürgschaft von 90 Prozent auf den benötigten Kredit über 120 Mio. Euro übernimmt.
Gelungene Rettung: Der Fortbestand der finanziell angeschlagenen Berliner Bankgesellschaft konnte 2001 nur mit staatlichen Milliardenhilfen gesichert werden. Im Herbst 2001 gab es eine Finanzspritze von 1,75 Mrd. Euro, im Frühjahr 2002 eine Landesbürgschaft für Immobilien-Altrisiken bis zu 21,6 Mrd. Euro. Nach einer harten Sanierung nannte sich der Konzern 2006 in Landesbank Berlin um.
Stahlproduktion bei Saarstahl   Stahlproduktion bei Saarstahl
Gelungene Rettung: Einer der größten Subventionsfälle der deutschen Wirtschaftsgeschichte war in den 1980er Jahren der damals noch mehrheitlich zum luxemburgischen Arbed-Konzern gehörende Saarstahl-Konzern (früher Röchling Völklingen).
Auf dem Höhepunkt der damaligen Stahlkrise wurde das Unternehmen vom Bund und dem Saarland über mehrere Jahre hinweg mit Zuschüssen und Bürgschaften von zusammen 4,3 Mrd. Mark gestützt. 1993 meldete Saarstahl dennoch Konkurs an, arbeitete aber mit abgespeckter Belegschaft weiter. Ende 2001 stand das Unternehmen wieder auf finanziell und wirtschaftlich gesunden Füßen, der Konkurs wurde aufgehoben.
Gescheiterte Hilfen: Im November 1999 schnürte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zusammen mit den Gläubigerbanken ein milliardenschweres Hilfspaket für den überschuldeten Frankfurter Baukonzern Philipp Holzmann.
Wichtiger Bestandteil war die Zusage von zwei Darlehen der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über insgesamt 275 Mio. Mark sowie eine Bürgschaft in Höhe von 100 Mio. Mark. Beides wurde aber nie in Anspruch genommen. Den Untergang stoppen konnte die Politik nicht. Im März 2002 musste das Unternehmen Insolvenz beantragen.
Gescheiterte Hilfen: Nach dem Konkurs des oberpfälzischen Stahlwerkes Maxhütte mit damals 4500 Mitarbeitern übernahm Bayern Ende der 1980er Jahre die Mehrheit an der Auffanggesellschaft. Im Laufe der Jahre investierte der Freistaat mehr als 250 Mio. Euro in das Traditionsunternehmen.
Ein Jahrzehnt nach dem ersten Konkurs musste die Geschäftsführung jedoch erneut den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Im September 2002 wurde das Stahlwerk endgültig geschlossen.
Gescheiterte Hilfen: Im Winter 1989 startete der bayerische Unternehmer Reiner Pilz mit dem DDR-Elektronikriesen Robotron das erstes deutsch-deutsche Joint Venture und baute eine CD-Fabrik im Thüringer Wald bei Suhl. Als Robotron zusammenbrach, führte Pilz das Projekt allein fort.
Schnell entpuppte sich die Pilz-Gruppe als Sanierungsfall, Treuhand, Thüringen und Bayern stellten Zuschüsse, Kredite und Bürgschaften von mehr als 500 Mio. Mark zur Verfügung. Die Pilz-Gruppe ging 1995 in Konkurs. Der Unternehmer wurde wegen Betrugs zu einer Haftstrafe verurteilt. Die EU befand den Großteil der Beihilfen für unrechtmäßig.
Gescheiterte Hilfen: Im Januar 2002 billigte die EU-Kommission eine staatliche Bürgschaft für den Flugzeugbauer aus Oberpfaffenhofen nahe München. Bund und Land durften demnach für einen Bankkredit in Höhe von 94 Mio. Euro bürgen.
Soll die Regierung Opel retten?

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Das endgültige Aus für Fairchild Dornier kam im Oktober 2004, nachdem sich kein neuer Investor gefunden hatte.
  • dpa, 18.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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