Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!
Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.
Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.
Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.
Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.
Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deHayek unterscheidet, wenn er über Eliten und Intellektuelle schreibt (1949). Die einen sind für intellektuelle "Second-hand Dealers in Ideas", also Journalisten, Publizisten und sonstige Multiplikatoren, die die Ideen der Think-Tanks und der meinungsführenden Eliten dem „normalen Menschen“ vermitteln und darüber entscheiden sollen, welche Ideen und Meinungen „uns“ erreichen. Wenn diese strategisch (z.B. in Think Tanks = INSM, CHE) ihre Lehre verbreiten und damit auch die Intellektuellen in Medien, Verbänden, Schulen etc. erreichen, werden Politiker und das Volk es bald glauben und danach handeln. Es funktioniert wie das Lippmann (1922) und Hayek beschrieben und erhofft haben. Die anderen sind für ihn “original thinkers”.
Stellt man eine Utopie auf, dürfe man sich nicht daran stoßen, dass sie heute nicht als “praktisch, sinnvoll und realistisch” angesehen wird. Viele Jahre intellektueller Arbeit müssten vergehen bis man die Früchte der Idee pflücken kann. Heute gilt neoliberale Politik genau als das, nämlich als “praktisch, sinnvoll und realistisch”.
Was ist an diesem Gesetz "praktisch, sinnvoll und realistisch"? Weder zieht der Trumpf Laffer. Damals ging es um die Senkung des Spitzensteuersatzes von 70 % auf 50 %. Laffer und seine Apologeten sind nicht einmal in der Lage den optimalen Wendepunkt anzugeben. Sie verraten ihn nicht, obwohl sie immer wieder behaupten es gäbe ihn! Auch die '"hohe Abgabenlast" sticht nicht: Natürlich wieder eine Behauptungen ohne Belege, denn die gibt es nicht. Die Multiplikatoren überbieten sich geradezu sich wie Papageien aufzuführen. Deutschland hat die zweitniedrigste Steuerquote in Westeuropa. Sie ist hier mit 23,0% nur 0,2% höher als in der Schweiz.
Wieso gewinnen Kräfte, wie etwa die FDP oder Wirtschaftsliberale wie Baron zu Guttenberg, die genau die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Linie vertreten, die zur Katastrophe geführt hat, an Zustimmung. Paradoxie der Geschichte oder das Ergebnis von systematischer Meinungsbeeinflussung?
Für Lippmann (1929, „Public Opinion“) sind „normale“ Menschen in einer Demokratie überfordert. Sie sind nicht in der Lage komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zur durchschauen und deshalb unfähig selbständig eigene politische Ansichten zu entwickeln. Er entwickelte das Konzept einer gelenkten Demokratie. Um die „richtigen“ Meinungen über politische Themen herzustellen, bedürfe es eines inneren Zirkels von Experten, der „den Massen“ unter Einsatz manipulativer Techniken verhilft, komplexe Angelegenheiten zu „koordinieren“. Der „öffentliche Wille“ entsteht nach Lippmann nicht spontan, sonder müsse bewusst und gezielt hergestellt werden. Dazu müsse das Interesse des Einzelnen „transferiert“ werden. Keine „öffentliche Meinung“ stelle sich spontan ein. Jeder politische Konsens, müsse und solle „fabriziert“ werden. Tax me, if you can!