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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deEigentlich hätte Seehofer nach dem noch schlechteren Wahlergebnis als bei der Landtagswahl 2008 vom Parteivorsitz zurücktreten oder zumindest eine "geordnete Nachfolge" ankündigen müssen, wenn er für sich die gleichen Maßstäbe akzeptieren würde, die er bei Huber und Beckstein angelegt hat. Denn die Tatsache des Gewinns aller Direktmandate hatten auch Huber und Beckstein erfüllt, dazu wurden bei der Landtagswahl noch zwei Überhangmandate in Unterfranken (Frau Stamm) und in Schwaben (Frau Merk) gewonnen. Aber Seehofer fühlt sich "papstgleich", hält sich also für unfehlbar. Es sind halt für das schlechte Wahlergebnis "die neuen Strukturen in der Wählerschaft" verantwortlich, nicht sein Versagen in der Behandlung der FDP oder sein durchsichtiger Populismus. Sobald sein zweites nichteheliches Kind geboren worden ist, wird allen Menschen im Bayern klar werden, dass sein Versprechen, "die Familie Seehofer bleibt zusammen", nur Täuschung war, um wählbar zum Parteivorsitz und zum MP zu werden. In Bayern herrscht zwar großer Realitätssinn für die "Wechselfälle des Lebens" vor, so dass an sich auch akzeptiert wird, wenn eine eheliche Lebensgemeinschaft sich einmal nicht als dauerhaft bis zum Lebensende erweist, aber alle Frauen und Männer in Bayern verachten es, wenn ein MP und CSU-Chef seine Ehefrau als "Landesmutter" Theater spielen lässt und seine nichteheliche Beziehung trotz "Rückkehrschwüre" heimlich weiter "pflegt". Das ist kein falsches "Moralisieren", sondern das Einfordern von Echtheit und Konsequenz in der Lebensführung eines "gestandenen Mannes", der die Entscheidung für eine neue Lebensgemeinschaft getroffen hat, aber letztlich zu "feige" ist, diese auch offen zu leben. "Hintenherum" ist keine bayerische Lebensart! Verachtung ist wie Lächerlichkeit für einen Politiker tödlich. Deshalb wird Seehofer 2010 dieses "Doppelspiel" nicht mehr fortsetzen können. Ein zweites "Im Stich lassen" seiner Lebensgefährtin und Mutter zweier nichtehelicher Kinder wird ebenso mit Verachtung gestraft werden, wie ein erneutes "reumütiges Zurückkehren" zur angetrauten Ehefrau nicht geglaubt werden wird. Ein Politiker ohne persönliche Glaubwürdigkeit ist in Bayern "untragbar". Herr zu Guttenberg kann aber nur neuer Parteivorsitzender, nicht auch MP in Bayern werden, weil er noch nicht 40 Jahre alt ist. Man kann gespannt sein, wie sich das Personalkarussell im Jahr 2010 bei der CSU entwickeln wird!