Gute Laune: Franz Müntefering hat seinen Rückzug vom SPD-Vorsitz zu den Akten gelegt
"Ich schreibe nie ein Buch", sagt der scheidende SPD-Chef auf eine Frage zu den Querelen in der SPD, die zu seinem Rückzug vom Parteivorsitz führten. Das habe er immer versprochen und "das gilt auch weiter, weil ich nichts halte von diesen psychopathologischen Bemühungen". Das führe leicht dazu, dass man sich das Gesicht zerkratzt.
Das ist Müntefering, wie man ihn kennt. Die Sache ist erledigt und damit basta. "Das sind alles Geschichten von vorgestern", sagt er. Andere hätten sich nach seiner Entscheidung, den SPD-Vorsitz niederzulegen, mehr Gedanken um ihn gemacht als er selbst. Mit sichtbarem Vergnügen registriert er das Gelächter der Journalisten.
Auch in seine neue Rolle als Vizekanzler hat er sich schon gefügt. Launig räumt er der künftigen Chefin ein paar Minuten mehr ein. "Frau Merkel hat 15 Minuten vorgegeben, ich will bei 13 Minuten stoppen." Ein bisschen Ungleichheit müsse sein.