Der Index habe bei 101,7 Zählern gelegen, statt bei zuvor gemeldeten 102,0 Punkten, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Montag mit. Der Teilindex für die Lageeinschätzung der befragten Firmen liegt nun etwas niedriger bei 99,7 Punkten, statt 100,4 Punkten. Die Komponente für die Erwartungen hingegen erhöhte sich auf 103,8 von 103,6 Zählern.
Das Ifo-Institut kündigte an, die Zeitreihen der Umfrage unter rund 7000 Firmen wegen aktualisierter Aggregations- und Gewichtungsverfahren von nun an zu revidieren. Am Donnerstag veröffentlicht das Ifo das Geschäftsklima für den Monat Februar.
Europas Bauwirtschaft wächst moderat
Die Bauwirtschaft in Europa bleibt laut Ifo-Institut 2006 auf moderatem Wachstumskurs. In 19 untersuchten Ländern werde eine Zunahme des Bauvolumens von rund 1,5 Prozent erwartet, heißt es im jüngsten Schnelldienst des Wirtschaftsforschungsinstituts. 2007 und 2008 werde das Wachstum an Dynamik gewinnen und Raten von fast zwei Prozent erreichen. Wachstumstreiber sei vor allem der Tiefbau. Der Wohnungsneubau bremse dagegen das Expansionstempo in Europas Bauwirtschaft.
Zwischen 2006 und 2008 steigt das aggregierte Bauvolumen real um mehr als 63 Mrd. Euro, das entspricht etwas mehr als fünf Prozent, berichtete das Ifo-Institut weiter. Damit bleibe das Bauwachstum in Europa noch etwas hinter dem Plus der Gesamtwirtschaft zurück.
Die größten Zuwachsraten erwartet das Ifo-Institut in den kommenden Jahren in Großbritannien und Spanien, aber auch aus den Niederlanden und Deutschland kommen hohe Wachstumsbeiträge. "Deutschland verlässt damit seine Rolle als Wachstumsbremse der europäischen Bauwirtschaft", heißt es. Ab 2007 drücke die Bundesrepublik die Gesamtentwicklung nicht mehr nach unten.