Noch also beruht die Erholung zum größten Teil auf diesen zeitlich begrenzten Stimulanzmitteln. Die Abwrackprämien in Deutschland und anderen wichtigen Abnehmerländern für Autos sind schon ausgelaufen. Prompt machte sich dieser Effekt im dritten Quartal negativ bemerkbar. Doch trotz der Konsumschwäche steigt die Chance, dass die derzeitige Erholung der Konjunktur in einen sich selbst tragenden, breiteren Aufschwung übergeht. So sind die Unternehmensinvestitionen bereits im dritten Quartal wieder angesprungen. Überraschend stark gestiegene Firmengewinne und deutlich gesunkene Lohnstückkosten lassen nun darauf hoffen, dass die Unternehmen in den kommenden Quartalen beginnen, wieder neue Kapazitäten aufzubauen.
Solange sich zudem das deutsche Arbeitsmarktwunder fortsetzt, dürfte der private Konsum zumindest nicht abstürzen. Die Ankündigung der Regierung, die Kurzarbeit im Jahr 2010 von sechs auf maximal 18 Monate zu verlängern, könnte helfen, den erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr zu dämpfen.
Bisher jedenfalls haben sich alle Negativprognosen der Ökonomen für den Arbeitsmarkt als falsch erwiesen. Vielleicht bleibt das ja so. Dann dürfte der Aufschwung nach dem ersten Quartal 2010 noch nicht abbrechen, wie die meisten Ökonomen bislang prophezeien.