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Merken   Drucken   26.05.2006, 16:02 Schriftgröße: AAA

Inflationsrate sinkt trotz hoher Energiepreise  

Die Inflation in Deutschland hat sich im Mai verlangsamt und ist wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gerutscht. Die jährliche Teuerungsrate sank trotz hoher Energiekosten auf 1,9 Prozent nach 2,0 Prozent im April.
Die Verteuerung der Lebenshaltung hat sich im Mai verlangsamt   Die Verteuerung der Lebenshaltung hat sich im Mai verlangsamt
Das berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden auf Basis der Ergebnisse aus sechs Bundesländern. "Die Preise für Benzin und Öl stagnieren auf hohem Niveau und sind nicht weiter gestiegen", begründete ein Statistiker diese Entwicklung. Zudem sei der leichte Rückgang auch ein kalendarischer Effekt und dürfe nicht überbewertet werden.
Zuletzt hatte die Teuerung im März unter zwei Prozent gelegen. Diese Marke hat die Europäische Zentralbank als Schwelle für Preisstabilität definiert. Im Vergleich zum Vormonat ergab sich im Mai ein leichter Anstieg um 0,2 Prozent. Der Hauptpreistreiber im Jahresvergleich war erneut die Energie. Mit einer Teuerung zwischen 25 und 33 Prozent machte Heizöl den größten Preissprung innerhalb eines Jahres. Aber auch Gas kostete rund 20 Prozent mehr als im Mai 2005, Strom legte zum Beispiel in Brandenburg um fast sieben Prozent zu.
"Lediglich die Energie hält die Teuerung im Bereich von zwei Prozent", sagte Matthias Rubisch von der Commerzbank. Der zu Grunde liegende Preisauftrieb sei niedrig. Ohne die hohen Energiekosten hätte die Inflation in den sechs Bundesländern bis zu 0,9 Prozentpunkte niedriger gelegen. Gründe dafür seien die leichte Verteuerung von Heizöl, Erdgas und Fernwärme sowie saisonübliche Preiserhöhungen für Obst und Gemüse gewesen, berichtete die Commerzbank. Energie sei weiter für mehr als die Hälfte des gesamten Preisanstiegs verantwortlich. Für Entlastung sorgten Benzin und Diesel, die im Mai günstiger als im April getankt werden konnten.

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  • FTD.de, 26.05.2006
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