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Eine "Deutschinitiative" hat der CSU-Mann aus dem oberbayerischen Traunwalchen gestartet, kaum dass er im Amt war. Und das kam so: Als Ramsauer eines Morgens das Ministerium betrat, las er auf einer Anzeigetafel: "Inhouse Meeting über Outsourcing Projekte". Da dachte er: "Jetzt reicht's!" - und wies seine Beamten an, nach und nach überflüssige Anglizismen zu tilgen. Die findet der Amtschef nämlich "regelrecht töricht". Inzwischen ist das "Kick-off-Meeting" im Ministerium wieder die gute alte "Auftaktveranstaltung".
"Flipcharts" heißen jetzt "Tafelschreibblöcke", der "Styleguide" hört auf den Namen "Gestaltungshandbuch". Das "VIP-Lunch" verwandelten Ramsauers Leute in "Mittagessen für bedeutende Personen" und "Travel-Management" in "Reisestelle". Und wenn der Minister zu einer Veranstaltung als "Keynote Speaker" eingeladen wird, grantelt er: "Auf solche Einladungen pfeife ich."
Ramsauer, der als Austauschschüler 1970 im britischen Eton weilte, sagt: "Als Patriot, der auch kulturell stark von seiner deutschen Heimat geprägt ist, lege ich Wert darauf, daheim die eigene Muttersprache zu verwenden." Für seine Initiative habe er "einige Tausend Bürgerzuschriften bekommen, allesamt zustimmend". Das hat Ramsauer in seinem ganzen Politikerleben noch nicht erlebt. Trotz aller Zufriedenheit - es gibt auch Grenzen seines Wirkens. So besteht Ramsauer inzwischen nicht mehr auf dem Begriff "Klapprechner" - "Laptop" habe sich einfach eingebürgert. Auch der "ICE" heißt nicht "Stadtverbindungsschnellzug".